Kategorien
KönigreichDeutschland OpTinfoil Top Updated

Fitzeks Gemeinwohlkasse – Babababanküberfall (Update)

Nein, man hat Fitzek nicht sein Geld geklaut. Weder E-Mark noch Euro. Wir waren aber ganz tief drin in der Gemeinwohlkasse. [letztes Update: 07.07.21, 16:15 Uhr]

Als wir beim letzten Mal über das Königreich Deutschland und König Peter den I. Fitzek berichteten, waren Aktivisten in die Marktplatz-Website KaDaRi des Königreichs eingedrungen, hatten einiges an Daten erbeutet und die Seite für einige Stunden abgeschaltet. Diesmal war es nicht KaDaRi, sondern die Gemeinwohlkasse des Königreichs Deutschland.

Was ist die Gemeinwohlkasse?

Um sich zu finanzieren hat Selbstverwalter/Reichsbürger Peter Fitzek mit seinen Untertanen ein überraschend langlebiges Geschäftsmodell aufgebaut. Man kann dem Königreich einfach Kapital überlassen und erhält dafür ein Sparkonto bei der Gemeinwohlkasse, das in E-Mark geführt wird. Die eingenommenen Euro dienen angeblich dem Ausbau und Aufbau des Königreichs und so bestimmt überhaupt gar nicht der Alimentierung des Monarchen. Die E-Mark, die der “Anleger ” bekommt, gelten dann nur im Königreich, dem Marktplatz KaDaRi, für die “Krankenkasse” oder die Rentenkasse und …ja, das war es. Man überweist also Euronen an den König und erhält dafür E-Mark. Keine Verzinsung, keine Sicherheiten, keine Einlagensicherung.

Auch Ballweg hatte so ein Konto eröffnet.

Die Gemeinwohlkasse – man nennt es aus gutem Grund nicht Bank – ist ein weiterer Versuch von Fitzek, Geld für sein Königreich einzusammeln. Schon vor Jahren versuchte er es mit der Kooperationskasse, die jedoch von der BaFin dicht gemacht und deren Finanzgeschäfte untersagt wurden. Auch bei der Gemeinwohlkasse ist die BaFin bereits aktiv, sie hat eine eine entsprechende Verfügung online veröffentlicht.

Die BaFin hat Herrn Mario Garro, Leipheim, mit Bescheid vom 4. März 2021 aufgegeben, die Anbahnung, den Abschluss und die Abwicklung der unerlaubten Bank- und Versicherungsgeschäfte des Herrn Peter Fitzek, Wittenberg, sogenannte Einbezogenheit, sofort einzustellen.

https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/unerlaubte/2021/meldung_210322_Mario_Garro.html

Das ficht die Leute im Königreich jedoch nicht an. Sie haben kürzlich, im April erst, neben der Filiale in Ulm noch eine zweite in Dresden eröffnet, mit Martin H. als Filialleiter. Eine weitere soll es in Menden im Sauerland geben, Filialleiter dort: Patrick H. Somit ist mit der Hauptstelle in Lutherstadt Wittenberg – Mathias Blaul als Leitung – und der Filiale in Ulm – Mario Garro – die Gemeinwohlkasse vier Mal in Deutschland vertreten.

Und Kapitalübertragungen gibt es weiterhin, das Geldeinsammeln geht weiter.

Die Anonymous Aktivisten haben erneut eine Lücke gefunden und da es ihnen gelang, die Begrenzungen der chroot-Umgebung auf dem Server auszuhebeln, kamen sie an mehr Seiten, mehr Dokumente. Einige davon belegen, dass Garro nicht nur Widerspruch einlegte, sondern dass die Geschäfte bei der Gemeinwohlkasse fast ungestört weiterlaufen. Trotz des Verbotes durch die BaFin.

Hauptansprechpartner für die BaFin bei der Gemeinwohlkasse ist definitiv Mario Garro. Mehrere seiner Konten bei der N26 Bank Berlin, bei der Deutschen Bank und der GSL-Bank hat die BaFin sperren lassen und die Banken angewiesen, die Guthaben an den abwickelnden Anwalt zu übertragen. Die Entscheidungen gehen direkt an Garro – über seine Anwältin, da er ja angeblich ohne festen Wohnsitz ist. Wem die Bilder in der Galerie auch vergrößert zu klein sind, der kann es sich hier als PDF anschauen.

Bei der Gemeinwohlkasse und für die BaFin ist Herr Mario Garro wohl so etwas wie ein Bankdirektor. Er wird für die Filiale Ulm als Filialleiter und Berater geführt und mit ihm führt die BaFin den Schriftwechsel. Im Königreich wird er als “Amtmann im Staatsdienst – Gemeinwohlstaat Königreich Deutschland (KRD)” bezeichnet.

Er hatte sich 2019 mit Lebenslauf beim Königreich beworben.

Mario Garro ist also der Herr Direktor, der mit der BaFin die gesamte Kommunikation führt. Für die Gemeinwohlkasse und Mario Garro ist das alles nicht illegal. Denn erstens sei Peter Fitzek gar nicht derjenige, für den Geld eingesammelt werde.

Außerdem: man sammle keine unmittelbar zurückzahlbaren Gelder ein, mache also keine Bankgeschäfte.

Wie wir noch sehen werden ist die Aussage, man “sammle […] nur von Mitgliedern des Königreichs Deutschland” ein, etwas unscharf, denn die Mitgliedschaft kommt auch teilweise erst mit der Kapitalübertragung zustande.

Aber überhaupt sei die BaFin ja ohnehin nicht zuständig.

Diese Zitate stammen aus dem Widerspruch des Herrn Garro vom 09.04.2021 zum Beschluss der BaFin.

Den Widerspruch hat er vorab per Fax und über seine Anwältin per beA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach) versendet, uns liegt er vor. Danke dafür.

Also werden weiterhin Kapitalüberlassungs-Verträge gemacht mit Personen, die es nicht lassen können, dem schlechten Fitzek gutes Geld hinterherzuwerfen. Trotz des kürzlich ergangenen Verbots. Teilweise geht es hier um hohe Summen.

Nach der Unterzeichnung und Bekanntgabe des Betrages über den Kapital-Überlassungs-Vertrag, der auch die Mitgliedschaft im KRD regelt – hier ist so ein Kapitalüberlassungs-Vertrag als Blanko -, erhält man von Herrn Garro eine oder mehrere Kontonummern, bislang waren dies die der BaFin bekannten drei Konten von Mario Garro bei N26 Bank, GLS und Deutscher Bank. Da seine eigenen Konten nun gesperrt sind, nutzt man hier – wie uns vorliegende E-Mails belegen – Konten von Strohmännern, die ihre Privatkonten oder Firmenkonten dafür hergeben. Man erhält dann eine Gutschrift in E-Mark zum Kurs 1:1, es wird ein Sparkonto angelegt. Und man ist Staatsangehöriger des Königreich Deutschland, das ist letztlich nicht viel mehr als ein einfaches Mitglied, aber großkopfert träumen konnte Peterle schon immer.

Wir haben bisher drei Konten von Strohleuten herausfinden können, mit denen die Gemeinwohlkasse weiterarbeitet. Zwei davon werden allein in der folgenden E-Mail genannt.

Von diesen Konten – eines in Litauen, eines gehört einer GmbH – wird dann das Geld auf weitere Konten von Fitzek/dem Königreich überwiesen.

Hier ist einer der Überweisungsbelege für über 9K Euro auf ein weiteres Konto, der Beleg wurde schlicht als Dateianhang per E-Mail versendet. Wir konnten bislang keine Rechnung zu der angegebenen Nummer ermitteln, allerdings ist das wohl auch unnötig, denn es dient wohl nur der Zuordnung zum E-Mark-Konto, wie obige E-Mail belegt (“Einzahlung … in Form einer Rechnungszahlung”).

In keinem Fall wird das Geld in Euro wieder zurückbezahlt – oder vielmehr: ob das geschieht, das obliegt König Peter allein. Schließlich wird man mit Unterzeichnung des Kapitalüberlassungsvertrags KÜV sofort auch Staatsangehöriger. Es gibt keinen zivilrechtlichen Anspruch auf Rückzahlung in Euro.

Wer auch immer Euro auf die Konten des Königreichs einzahlt, ist sich also durchaus der Tatsache bewusst, dass er sein Geld nicht in einer harten Währung wiedersieht. Das Königreich verwendet die Euro angeblich zum Ausbau und Aufbau. Wir haben in KaDaRi ja bereits gesehen, welche Waren und Dienstleistungen dort angeboten werden. Doch nicht nur internetbasierte Leistungen oder der Marktplatz KaDaRi spielen eine Rolle, sondern auch Restaurants, eines davon in Köln.

Auf Garros Namen läuft auch eine Firma “Gemeinwohlkasse AG” mit Sitz in Großbritannien.

Aber das sind Geschichten, die an einem anderen Tag erzählt werden. Genauso wie über die Heilfürsorge des Königreichs. Und weitere Details, die wir finden.


Update

Die taz berichtet unabhängig von uns ebenfalls heute. Interessant daran:

Aus zuverlässiger Quelle ist zu erfahren, dass Peter Fitzek mittlerweile tatsächlich im Gefängnis sitzt. Aber seine Untertanen machen weiter.
[…]
Sonderlich eilig scheint man es indessen mit einer Verfolgung der fortgesetzten Straftaten seines Hofstaates nicht zu haben. Den Verfassungsschutz in Sachsen ärgert das. Man habe die Bafin eindringlich auf die Dresdner Filiale hingewiesen, heißt es.
[…]
In Halle kann Oberstaatsanwalt Ulf Lenzner auf taz-Anfrage allerdings kein Ersuchen aus Ulm finden. Er wolle aber auch nicht ganz ausschließen, dass es einen Kontakt gab. Vor allem weist er darauf hin, dass man in solche Untreueverfahren, wie in den Reichsbürgerfall Fitzek, „enorm viel Zeit und Kraft investieren muss“.

Quelle: taz – Reichsbürger dürfen weiter räubern

Man kann sich da oft täuschen, aber ist es nicht genau die Arbeit, für die die bezahlt werden?

Update 07.07.21, 1130 Uhr

Das mit der zuverlässigen Quelle sollte die taz eventuell nochmal überdenken, wenn der Live-Stream am 08.07. stattfindet.

http://koenigreichdeutschland.org/de/veranstaltung/Livestream-210807.html

Dank an den Kommentator für den Hinweis.

Update 07.07.21, 1615 Uhr

Die Augsburger Allgemeine berichtete heute um 11:08 Uhr in einem Artikel hinter der Paywall, die Gemeinwohlkasse in Ulm sei geschlossen, da sie zu Ende Juni “ihre Pforten” geschlossen habe. Sie berichtet darüber hinaus, der Vermieter habe der Gemeinwohlkasse gekündigt.

https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Ulm-Ulmer-Reichsbuerger-Bank-hat-geschlossen-id60038936.html

Das Geld ist nicht weg, es hat nur den Besitzer gewechselt, der heißt jetzt Peter Fitzek. Oder Garro. Oder Königreich Deutschland. Zurück bekommen sie es jedenfalls nicht, aber das war eh klar.

Auch die Schwäbische meldet:

Die „Gemeinwohlkasse“ in der Stadtmitte hat aufgegeben. Eine Hackergruppe war aktiv und präsentierte den Kunden eine Hiobsbotschaft. Auch die Webseite ist gesperrt. Das sagt die “Bank”.

https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ulm_artikel,-ulmer-reichsbuergerbank-dicht-geld-komplett-futsch-_arid,11383897.html

Die Zeitung erreicht sogar jemanden bei der GK Gemeinwohlkasse.

Die Homepage sei derzeit offline. Ob dies mit dem mutmaßlichen
Hackerangriff von Anonymous zusammenhängt, kann er nicht sagen. Vielmehr vermutet er: “Wartungsarbeiten im Hintergrund.”

Währenddessen überlegt die Schwäbische, ob sich Anonymous das Geld geschnappt habe – was man weder bei uns noch auf Twitter jemals behauptet hat. Und nein, wir haben es nicht. Wie sollte das auch gehen, E-Mark klauen, die nur virtuell exisitieren? Höhö. Und die Euros sind vermutlich eh längst weiter transferiert, auf Konten des Peter Fitzek im Ausland wahrscheinlich oder in Kryptowährungen angelegt.

Derweil wird auf Telegram einfach weitergemacht.

Klar, man hat Ulm noch nicht aufgegeben und “suche nach neuen Räumlichkeiten”, berichtet die Schwäbische, die ansonsten eher so meh recherchiert hat, denn sonst wüßte sie, dass die GK Gemeinwohlkasse keine harten Währungen verwaltet.

45 Antworten auf „Fitzeks Gemeinwohlkasse – Babababanküberfall (Update)“

Danke für eure Arbeit!!!
Hab mir in wenigen Tagen den OpTinfoil-Blog durchgelesen und ein paar neue Dinge entdeckt die nicht “öffentlich” zugänglich sind. (Werde die Tage mal im Matrix ch umsehen 😀 mal sehen ob man da noch helfen kann)
Schon eine traurige Sache wie stark verblendet und/oder verzweifelt manch einer ist…

Würde euch auch gern unterstützen und habe mich bei eurem Hive Mind Chat schon umgesehen, mir ist aber nicht ganz klar wie und ob ich da helfen könnte

Gute Aktion jedenfalls!

Einfach in öffentlichen Räumen mit einbringen, die Leute dort wissen es ja auch nicht, weil niemand dich kennt. also, mitreden, mitdiskutieren, Infos liefern, dann wird bestimmt jemand aufmerksam.

Großartig 🙂
Da dürfte es gestern laut im Königreich geworden sein und diverse Pudelohren wurden bestimmt gediegen langgezogen.

P.S.: In der taz von heute ist zu lesen:
“Aus zuverlässiger Quelle ist zu erfahren, dass Peter Fitzek mittlerweile tatsächlich im Gefängnis sitzt. Aber seine Untertanen machen weiter.”
https://taz.de/!5782650/

Wie zuverlässig diese Quelle ist, weiß ich nicht und hab da so meine Zweifel. Normalerweise ist das Gebrüll der Aluhutträger immer sehr laut, wenn einer von denen durch die Gesinnungsjustiz und die Firma Polizei der Merkel GmbH-Diktatur e.V. auch nur schief angeguckt wird.

Es verwundert wirklich immer wieder, wie dämlich dieses Querlenkerpack ist und scheinbar wohlhabend noch dazu.
9k€ einfach so in einen Gulli zu schmeissen und sehen, wie sie mit der braunen Kloake wegschwurbeln, … das muss man sich erst mal leisten können.
Trotzdem… ob das Geschäftsmodell ‚Fitzek‘ noch lange funktioniert, bleibt zu bezweifeln, unabhängig davon, ob der Zopf nun im Knast sitzt oder nicht.

Bleibt nur zu hoffen, dass seine Anhänger nicht auf die Wahnwitzige Idee kommen ihn da rauszuholen.
Ebenso erschreckend finde ich ja, dass Herr Schnorro ja mit der Aussage “…ohnehin schon nicht zuständig.” und “…nehme Gelder für das Staatsoberhaupt […] König von Deutschland…” davonzukommen (augenscheinlich) scheint.

Dass ihr die Steuergelder, die ihr über die Stiftungen erhaltet für so einen Müll verschleudert ist echt traurig.

Wen interessiert das? Sollen die Spinner doch spinnen. Am Ende fällt deren Müll-Lügen-Konstrukt doch eh zusammen. Die Wahrheit kommt immer durch!

Oh, wir erhalten Steuergelder über eine Stiftung? Kannst du das etwas genauer aufschlüsseln? Damit wir da ggf. mal nachfragen, denn hier bei uns zahlen wir noch alles selbst, privat.

Ja, fängt ja auch beides mit A an.

Dennoch, würde uns interessieren, welche Stiftung er meint. xD

Tja, auf TG tun sie kund, er sei in der nächsten Woche wieder da. Aber einen neuen Termin für einen Stream haben sie nicht. Vielleicht hat die Quelle doch recht.

Nun, für heute hatte er wohl dringendere Termin, die er nicht aufschieben konnte. Viele Ausreden bleiben ja nicht. Zwei Möglichkeiten wären, dass er Vorbereitungen trifft, ab sehr bald die BRD-GmbH zu übernehmen oder die BRD-GmbH hat ihn übernommen, zumindest für eine Weile.

Erst einmal vielen Dank für eure Mühe und Arbeit. Macht weiter so!

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man den Artikel auch für einen schlechten Witz halten. Nur leider entspricht dies ja der Realität und ich frage mich, was muss in einem Leben schieflaufen um ein “Reichsbürger oder Querdenker” zu werden und auf sowas hereinzufallen.
Absolut unverständlich.

Das braucht gar nicht so viel. Wer nicht grad auf der Sonnenseite des Lebens steht, bei dem muss nicht zwingend viel schief gelaufen sein. Sich endlich mal verstanden fühlen, dann zum aktiven Kappen von anderen “schädlichen” Informationen aufgefordert werden. Und schon ist man drin, als wärs eine lange lange Rutschbahn, deren Ränder immer höher und die eigene Geschwindigkeit immer grösser wird. Wer da noch aussteigen kann, braucht schon übernatürliche Kräfte. – Deshalb ist die Arbeit, welche die Anons hier machen auch so wichtig, wieder mal einen grossen Dank!

Als verkomplizierender Faktor kommt dazu, dass der Verfassungsschutz ja diese Seilschaften infiltriert. Wenn man Personen darin anwirbt oder Informanten dort hineinschleust, dann kann dies der Grund sein, warum die Bafin und Staatsanwaltschaften ausgebremst werden. Was der Verfassungsschutz letztendlich mit der Infiltration erreichen will, ist deren Geheimnis.

Ohne einen deutschen VS in Schutz nehmen zu wollen, ist es auch bei solchen marginalen rechten Sekten, unabhängig von strafrechtlich relevanter Finanzkriminalität schon wichtig zu wissen, ob mit den erwirtschafteten Geldern nicht evtl. terroristische rechte Personen oder Organisationen finanziert werden.
Das lässt sich im kleinen schon evtl vergleichen mit Rechtsrockkonzerten des B&H oder dem Vertrieb von Nazimusik, mit deren Hilfe bereits nachweislich Waffenkäufe und andere Unterstützung neonazistisch-terroristischer Aktivitäten finanziert wurden.
Ob die erlangten Erkenntnisse dann tatsächlich verwertet werden, oder wie im Falle des NSU nur gehortet und bei Bedarf vernichtet werden ist eine ganz andere Geschichte.
Im übrigen werden selten Informanten eingeschleust, sondern eher V-Personen angeworben.

Naja, um der Wahrheit die Ehre zu geben: bei uns glaubt niemand daran, dass der Verfassungsschutz da mehr macht als zuschauen und warnen.

Hier würde man den schwarzen Peter schon eher bei der Staatsanwaltschaft Halle sehen. Und gerade die tut sich in den letzten Monaten/Jahren schwer mit Ermittlungen in solche Richtungen, wie man auch an zahlreichen eingstellten Strafverfahren gegen Sven Liebig beobachten kann.

Ist zumindest denkbar, dass der Verfassungsschutz längst an Schaltstellen sitzt beim Reich des Fuselzars und mit dem Staubsauger alles Geld aufsaugt, was Aktivisten da reinstecken, und eben mit-logged, wer da Geld reinsteckt. Macht man den Laden zu schnell zu, rennen Aktivisten in alle Windrichtungen davon.

Uff, bei aller Abneigung und persönlicher negativer Erfahrungen mit den VS Behörden, aber das wird mir zu verschwörerisch. Ich denke nicht, dass ein VS in jeder kleinen Schwurbelsekte “an den Schaltstellen” sitzt. Solche Nazis, Schwurbels und Esos existieren tatsächlich. Und wie soll der VS bitte “alles Geld” aufsaugen, ohne dass die Beteiligten es merken?
Ich denke, da wird bestenfalls mal ein wenig in deren Rechner reingeschaut und rechercheiert, wo die Kohle verbleibt. In dem Moment, wo die Betreiber das Geld in ihr persönliches Wohl stecken, ist es auch schon nicht mehr Sache des VS.
Btw, Der VS kann auch keine “Läden zumachen”, sondern bestenfalls Berichte ans jeweilige IM, der Polizei oder andere Behörden weiterleiten.
Trotz tausender Skandale der verschiedenen VS (Celler Loch, NSU, Nationalistische Front, Grevesmühlen uvm) sollte man sich besser informieren, statt den VS zu mystifizieren und seine Phantasien öffentlich zu verbreiten.

Wir gehen auch davon aus, dass maximal ein bisschen beobachtet wird. Das Anwerben von V-Leuten in diesem Umfeld ist sicher nicht einfach und mit Sicherheit sitzt niemand vom BfV oder dem zuständigen LfV an Schaltstellen.

Dass sie beobachten, das ist ja bekannt. Aber mehr wird da nicht sein.

Und Schaltstellen, das wäre Garro oder Blaul oder jemand namens Falko … nein, das ist maximal unwahrscheinlich.

Naja, Tino Brandt war vor seiner Anwerbung/Selbstanbietung beim Thüringer Verfassungsschutz in den frühen 1990er Jahren ein gescheiterter Supermarkt-Azubi und kleiner Standard-Nazi. Danach wurde er erst bedeutsam und mit 200.000 DM gesponsert. Enttarnung erst 2001. Für mich ist die Vorstellung jetzt nicht gerade “mystisch”, dass der Verfassungsschutz das Reichsbürger-Spektrum infiltriert hat und vielleicht an geeigneten Stellen sitzen könnte, wo man die erheblichen Spendensummen, die in der Szene zirkulieren (bis zu Millionensummen allein bei Fitzeks “Königreich”) absaugt. Wäre eine naheliegende und legitime Taktik. Wäre mir auch lieber, als Geld in so eine Szene reinzupumpen wie beim Fall Tino Brandt.

Eine kleine Ergänzung zu Fitzeks früheren “Geldsammeleien”, welche nicht nur die Kooperationskasse umfassten:

– 2007-2009 Regionalwährungsbüro Arkana
– 2009-2013 Kooperationskasse
– 2013-2020 Königliche Reichsbank (später: Königliches Schatzamt, Königliche Sparkasse)
– seit 2020 Gemeinwohlkasse

Leider wurde der bisher längste Zeitraum der Königlichen Reichsbank noch gar nicht strafrechtlich aufgearbeitet

Danke!

Stimmt, die Reichsbank wurde wohl vor dem Amtsgericht Dessau-Roßlau abgewickelt, aber strafrechtliche Konsequenzen hatte das nicht. Anklage kann die BaFin auch gar nicht erheben, das müsste die Staatsanwaltschaft tun. Aber Staatsanwaltschaften in Deutschland scheinen sehr … unwillig zu sein, um höflich zu bleiben

Interessante Andeutung des Verfassungsschutzes Sachsens vom April zu Fitzeks Aktivitäten im größeren Zusammenhang mit dem Reichsbürger-Spektrum:
“Der sehr heterogenen Szene der Reichsbürger und Selbstverwalter im Freistaat Sachsen werden rund 1.000 Personen zugerechnet (Bundesweit etwa 19.000 Personen). Der Anteil der Rechtsextremisten innerhalb dieses Spektrums beträgt in Sachsen rund sieben Prozent, jener von Inhabern waffenrechtlicher Erlaubnisse beläuft sich auf rund 1,8 Prozent.”
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/250389
So wie ich das lese, könnte (muss aber nicht) nach der Logik des Verfassungsschutzes ein ähnlicher Verdacht bestehen wie gegen Tarnorganisationen der Islamisten-Szene, die immer wieder mal verboten und enteignet werden: Die Tarnorganisationen machen einen auf harmlos und sammeln Geld ein für wohltätige Zwecke, aber das Geld landet dann in undurchsichtigen Kanälen und steht im dümmsten Fall dann Terroristen zuer Verfügung. In der Reichsbürger-Szene wurden schon Millionen an Spenden eingenommen. Vielleicht kommt ja doch mal eine größere Verhaftungswelle in der Schwurbel-Szene mit der Beschlagnahmung von patschuli-geölten Kalaschnikows aus der königlichen Vollhorst-Manufaktur.

Wenn ich über diese Story länger nachdenke, dann wundert es mich nicht mehr, dass Ballweg vor ein paar Monaten eine Zusammenarbeit mit Fitzek gesucht hat. Wahrscheinlich wollte der Querdenker-Initiator vom “König” lernen, wie man denkbefreite Menschen mit noch weniger Mühe als seinem Franchis-Unternehmen und noch geringerem Einsatz von Eigenkapital um Geld besch**ßen kann.

ich denke eher das bei #Ballweg dessen braune Gesinnung da der Antrieb ist.

Inzwischen ist es doch offensichtlich das #Querdenken und dieser Ober-#Covidiot eine #brauneSocke ist

Ballweg ist ja dem Fitzeck schon in dessen braunen Arsch gekrochen

Mal noch eine kleine Anmerkung/Korrektur zu den Restaurants.
Es gab bis jetzt insgesamt 4 Gaststätten die als “Kantinen für das Königreich” aktiv waren/sind.
Köln, dies wurde vom Ordnungsamt geschlossen und versiegelt. Die ehemalige Betreiberin hat zwischenzeitlich ihre gesamte Innenausstattung (soweit noch vorhanden) verkauf.
Saalfeld (Hacienda Mexicana), da stellen sich die Behörden blind und taub. liegt vielleicht auch daran, dass die AfD dort gerne Stammtische abhält.
Frankfurt (Mr. Raw, “Rohkosteria”) der trommelt gerade intensiv für den König um neue Zahlschafe zu akquirieren. Er hat auch einen tollen Ausweis des Königreichs und sammelt fleissig “Spenden”.
Bad Saarow. Auch hier hatte das Ordnungsamt schnell reagiert, das Restaurant wurde geschlossen und hat zwischenzeitlich einen neuen Pächter. Beim ehemaligen Besitzertrifft wohl die alte Weisheit: “Wer nichts wird wird Wirt” absolut zu. Der ist Berufskneipenpleitier und hat schon einige Projekte in den Sand gesetzt. Das Königreich schien ihm wohl die letzte Rettung vor Gerichtsvollzieher und erneuter Insolvenz.
Allerdings, “Mr. Raw” könnte für euch auch sehr interessant sein. Der ist auf dem Weg ein zweiter “Hirsehitler” zu werden. 😀

Sehr nette Sache. Ich denke, das die TAZ nicht sauber recherchiert hat, Fitzek ist aktuell mit ziemlicher Sicherheit nicht in Haft, sonst hätte es schon großes Wehklagen auf allen Kanälen des Fönigreichs über den bösen Staat BRD und seine Willkür gegeben. Oder großes Lob auf ihren obersten Souterrain, weil er sich ins Gefängnis begibt, um durch das Gericht die Anerkennung des KRD als Staat voranzutreiben. Oder etwas alternatives. Aber gar keine Äußerung? Kaum vorstellbar. Wir werden das ja heute abend beim Livestream sehen.
Hübsch ist auch, dass es die “Gemeinwohlkasse” offenbar nachhaltig zerlegt hat und die nicht einfach ein Backup einspielen können. Mal sehen, was Peterchen zu diesem Thema heute abend zu sagen hat.
Weiter so.

“ihren obersten Souterrain” made my day.

Ja, wir werden einfach schauen heute Abend, ob es tatsächlich live ist und stattfindet. Keine Ahnung, wer die Quelle der taz ist.

Der einzige Grund, der mir als Gegenargument einfallen würde ist, dass die Königspudel unangenehme Dinge so lange wie möglich zurückhalten, Nachfragen ignorieren und Fehler erst nach und nach zugeben, wenn es nichts mehr zu retten gibt. Das wäre in diesem Fall keine Premiere.

Unter’m Strich glaube ich aber auch, dass Peter nach wie vor ziemlich frei durch die Gegend läuft. Wir werden es heute Abend sehen und ich jetzt mal einen alten YT-Account reaktivieren, damit ich meine Fragen zumindest im Chat oder in den Kommentaren stellen kann – ohne mir ernsthaft Hoffnung auf sinnvolle Antworten zu machen.

Das kann natürlich auch sein. Heute abend ist Peterchen “kurzfristig verhindert”, was auch immer das bedeutet.

Kommentare sind geschlossen.